Corona-Pandemie
16. März 2020

Pressekontakt

Thomas Prisching

GESCHÄFTSFÜHRER
T: 040 6452069
prisching@landesmusikrat-hamburg.de

In den vergangenen Tagen sind die Auswirkungen der Corona Pandemie in Hamburg immer spürbarer geworden. Die Gegebenheiten verändern sich derzeit mit rasanter Geschwindigkeit. So wurde am 12.3.2020 entschieden, dass alle öffentliche Spielstätten und Theater bis 30.4.2020 geschlossen bleiben. Am 13.3.2020 wurde vom Senat beschlossen, dass in Schulen, Kitas und Hochschulen vom 16.3.2020 bis 29.3.2020 der Regelbetrieb eingestellt wird. Am 15.3.2020 hat der Senat sämtliche öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen bis voraussichtlich 30.4.2020 untersagt.

Auf Basis dieser Informationen hat der Landesmusikrat Hamburg den Beschluss gefasst, dass ab sofort bis zum bis 30.4.2020 alle Proben, Konzerte und sonstige öffentlichen Aktivitäten seiner Projekte und Ensembles eingestellt werden. Dies geschieht mit dem Ziel, die Ausbreitung von COVID 19 zu verlangsamen und soziale Kontakte zu minimieren.

Besonders betroffen sind dabei das Landesjugendjazzorchester Hamburg, das Landesjugendorchester Hamburg sowie die Preisträgerkonzerte von Jugend jazzt. Ende März wird anhand der weiteren Vorgehensweise und der Empfehlung des Hamburger Senates die Lage neu beraten und entschieden, inwieweit die Aktivitäten in den Projekten und Ensembles wieder aufgenommen werden können.

Vorrangig ist bei unseren Maßnahmen die Gesundheitssicherung der Bevölkerung. Dies geschieht auf Grundlage der Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert Koch Instituts und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg.

Wir möchten im Interesse von uns allen alle Musikakteure auffordern, durch ein der Problemlage angemessenes Verhalten im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten dazu beizutragen, dass die Ausbreitung des COVID 19 Viruses verhindert oder zumindest verlangsamt wird.

Für viele Musikschaffende, Pädagog*innen und Kultureinrichtungen steht durch die Absage von Veranstaltungen sowie weitere Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die Existenz auf dem Spiel. Es geht darum, Arbeitsplätze im Musikleben zu sichern und soziale Härten zu vermeiden sowie Solidarität mit den Kulturschaffenden zu zeigen und einzufordern. Der Landesmusikrat unterstützt daher ausdrücklich den Vorschlag, zeitnah einen Notfallfonds für Betroffene zu etablieren, und wird sich dafür auch in Hamburg bei der Politik mit Nachdruck einsetzen.

Wir begrüßen, dass die Bundesregierung am 13.3.2020 den Start von Hilfsmaßnahmen bekanntgegeben hat (vgl. Pressemitteilung).

Das Präsidium, der Geschäftsführer und die Projektleitungen des Landesmusikrates sind zu der Thematik in einem ständigen Austausch und werden Sie weiter über die neuesten Entwicklungen informieren.

Wir versuchen, dieser außergewöhnlich fordernden Situation verantwortungsvoll gerecht zu werden, und uns mit Besonnenheit den anstehenden Aufgaben zu stellen.