Open Air XXL am 24. Okt., Bert-Kaempfert-Platz, Barmbek
22. Oktober 2020

Pressekontakt

Thomas Prisching

GESCHÄFTSFÜHRER
T: 040 6452069
prisching@landesmusikrat-hamburg.de

Noch einmal ein großes Open Air! Die Aktion „Wir verschaffen uns Gehör! in concert“, mit Ensembles bzw. Chören des Landesmusikrates Hamburg und seiner Mitglieder, geht auf den Bert-Kaempfert-Platz in Barmbek.

Der Landesmusikrat Hamburg e.V. mit seinen Mitgliedsorganisationen, die mehr als 100.000 aktiv musizierende Menschen, mehr als 2.000 Ensembles, Orchester und Bands sowie mehr als 1.000 Chöre in Hamburg vertreten, präsentiert ein vielfältiges Open Air Programm von Klassik bis Jazz, von Nachwuchs über Amateure bis Profis. Diese Open Air Veranstaltung ist die Fortsetzung der Aktion „Wir verschaffen uns Gehör“, die im August stattfand. Damit brachten Musiker*innen nicht nur ihre Freude an der Musik zum Ausdruck, sondern konnten auch auf ihre prekäre Situation in der aktuellen Corona-Pandemie aufmerksam machen.

Hamburger Amateurensembles, -orchester und –chöre aber auch die Profis können aufgrund der Abstands- und Kontaktregeln durch die Corona-Pandemie nun wegen häufig zu kleiner Räume weder normal proben noch gar auftreten. Es fehlt an geeigneten Räumen, an Geld und an Möglichkeiten. Doch der Landesmusikrat hilft. Von der BKM initiiert realisiert der Landesmusikrat schon das Hilfsprogramm „CHORona #SaveOurChoirs“ für Amateurchöre. Es konnten durch die bisherigen Aktionen immerhin etliche Kontakte geknüpft werden, um an weitere große Räume für Proben zu gelangen. Auftritte – das i-Tüpfelchen jeder musikalischen Probearbeit – aber sind bisher in die Ferne gerückt. Nun startete der Landesmusikrat bereits Open Air Konzerte im Landhaus Walter und am 24.10. ein großes Open-Air in Barmbek.

„Wir arbeiten alle am Anschlag, um die Arbeitssituation der Betroffenen zu verbessern, Räume zu vermitteln und die meist ehrenamtliche Arbeit unserer Mitglieder vor allem im Amateurbereich und deren Ensembles, Orchester bzw. Chöre weiterhin am Leben zu halten. Da kam die kurzfristige Hilfe der Behörde für Kultur und Medien gerade recht, um noch einmal Open Air Konzerte zu ermöglichen“, so der Geschäftsführer des Landesmusikrats, Thomas Prisching. „Auf dem Bert-Kaempfert-Platz in Barmbek (am Museum der Arbeit) werden wir am kommenden Sonnabend (24.10. ab 13 Uhr) eine große Bühne platzieren, um die Abstandsregeln unter den Musiker*innen wahren zu können. Dazu gibt es Biertischgarnituren, die zugewiesene Sitzplätze für bis zu 200 Personen bieten. Vieles ist für uns neu und einzigartig in der Organisation, aber wir müssen alles versuchen, um zumindest einem Teil der Landesmusikrat Mitglieder das Musizieren und Auftreten noch einmal in diesem Jahr zu ermöglichen“, so Prisching.

Die geplante große Bühne bietet zwar immer noch nicht Platz, um etwa ein 50-köpfiges Orchester auftreten zu lassen, aber das Programm kann sich dennoch sehen lassen und bietet von Akkordeonmusik, Gesangsdarbietungen, Spielmannszügen bis Kammerorchester und Jazz-BigBand so ziemlich jedes Musikgenre auf. Um es möglichst entspannt und ohne große Warteschlangen überhaupt stemmen zu können, wird um Ticketkauf vorab im Internet gebeten, da dort dann schon die Corona-Kontaktdaten erfasst sowie Einzel- und Gruppenplätze geplant werden können.

Das Gesamtprogramm sowie Tickets finden sich zu 5,- € je „Slot“ bzw. 3,- € erm. unter:
https://www.tixforgigs.com/de-DE/Home/Search?searchText=BERT-KAEMPFERT-PLATZ

Insgesamt 6 Themenblöcke geben einen Einblick in die musikalische Arbeit des Landesmusikrates Hamburg und seiner Mitglieder: Akkordeon-Ensembles, Chöre, Klassik, Vielfalt, music rocks Chor, und Workshop-Band des LandesJugendJazzOrchesters Hamburg.

13.00 – 14.00 Uhr – „SLOT 1“ Akkordeon-Ensembles
– Das Ensemble „Bellissima“ unter der Leitung von Melanie Backes wurde 1992 gegründet und hat 9 Mitspieler. Infos zum Ensemble HIER
– Akkordeon-Orchester Eimsbüttel: Eine Reise durch 70 Jahre Musikgeschichte hat das Akkordeon-Orchester Hamburg-Eimsbüttel von 1949 e.V. im Programm, vom es einen kleinen Teil nochmal beim Open-Air zum, Besten gibt. Aus dem Notenarchiv von 1949 hat es der Notensatz mit der Nr. 1 auf das Notenpult geschafft. Die Seiten sind stark vergilbt, teilweise auch eingerissen und erinnern so auf ganz besondere Art an das 70-jährige Bestehen des Vereins. Aus jedem Jahrzehnt hat das 35-köpfige Orchester unter der musikalischen Leitung von Stefanie Perl-Kindel ein musikalisches Highlight ausgewählt. Besucher des Jubiläumskonzertes dürfen sich auf Titel wie Carmina Burana, Lord of the dance, die Ungarischen Tänze sowie You raise me up freuen. Aber auch in Gedenken an besondere Künstler der letzten Jahrzehnte wurden Stücke von Edith Piaf, ABBA und Michael Jackson in das Programm aufgenommen. Wer das Beste aus 70 Jahren Musikgeschichte live erleben möchte, sollte rechtzeitig Eintrittskarten reservieren, die es bereits ab 9 Euro im telefonischen Vorverkauf gibt. Weitere Infos HIER
Tickets unter:
https://www.tixforgigs.com/de-DE/Event/36252/wir-verschaffen-uns-gehor-open-air-xxl-bert-kaempfert-platz-hamburg

14.30 – 15.15 Uhr: „SLOT 2“ Chöre
– Der 1997 gegründete Mendelssohnchor Hamburg am Hamburger Konservatorium besteht derzeit aus etwa 75 aktiven Sängerinnen und Sängern. Es ist ein lebendiger, altersmäßig bunt gemischter Chor, der Wert auf ein freundliches Klima legt. Ihre Mitglieder verbindet die Freude am Singen, an anspruchsvollen Konzerten und an gemeinsamen Unternehmungen. Der musikalische Schwerpunkt liegt auf klassisch-romantischen Oratorien. Im Wechsel mit den großen Chor- und Orchesterwerken studiert der Chor aber auch kleine Raritäten aus unterschiedlichsten Epochen mit Klavierbegleitung oder a cappella ein.
http://www.mendelssohnchor-hamburg.de/
– Auch beim Kinderchor „Singvögel“ ist die Freude am Singen, die die Kinder zwischen 6 und 11 Jahren verbindet. Hier entstehen die Singstars von Morgen!
Tickets unter:
https://www.tixforgigs.com/de-DE/Event/36259/wir-verschaffen-uns-gehor-open-air-xxl-bert-kaempfert-platz-hamburg

16.15 – 17.30 Uhr: „SLOT 3“ Klassik
– Das Nonett des Wandsbeker Sinfonieorchesters (WSO) ist ein Ableger des 1982 von der Hamburger Volkshochschule, der Jugendmusikschule und der Hochschule für Musik gegründeten Amateurorchesters. Ziel war es, Studenten die Möglichkeiten zu Dirigaten im Rahmen ihres Studiums zu geben. Lehrern der Jugendmusikschule sollte eine Fortbildungsmöglichkeit mit praktischem Bezug und fortgeschrittenen Laien die Möglichkeit zum Orchesterspiel geboten werden. Die Orchesterteilnehmer kommen aus Hamburg und seinem Umland bis Lübeck im Norden und Soltau im Süden. In den 36 Jahren seines Bestehens hat das Wandsbeker Sinfonieorchester eine rege Konzerttätigkeit ausgeübt und neben bekannter sinfonischer Literatur viele in Deutschland weniger bekannte Musikstücke, auch zeitgenössische, vorgestellt. Mehrere Hamburger Erstaufführungen und eine ganze Reihe an Uraufführungen lassen sich aufzählen, ebenso eine Anzahl an Auslandskontakten zu Orchestern und Chören. 2007 wurde ihm von der Bezirksversammlung Wandsbek der Kulturpreis verliehen. http://www.wso-hamburg.de/

– Das Landesjugendorchester Hamburg (LJO) wurde 1968 als Landesjugendorchester der Freien und Hansestadt Hamburg gegründet und ist eines der ältesten Landesjugendorchester der Bundesrepublik. Es ist selbstverwaltet und bietet so seinen Mitgliedern nicht nur eine exzellente musikalische Nachwuchsförderung sondern auch raum, um Verantwortung zu übernehmen. Seit 2007 liegt es in der Trägerschaft des Landesmusikrates Hamburg. www.ljo-hamburg.de
Tickets unter:
https://www.tixforgigs.com/de-DE/Event/36137/wir-verschaffen-uns-gehor-in-concert-open-air-xxl-bert-kaempfert-platz-hamburg

18.00 – 18.45 Uhr: „SLOT 4“: Vielfalt
Der ZinneChor wurde vor 5 Jahren in der Zinnschmelze gegründet. Seine Mitglieder sind fasziniert von der Klassik und so sind es klassische und sakrale Stücke, gefühlvolle Romantiklieder, flirrender Jazz und Pop, mit denen der durch die Epochen und Gefühlswelten der Musikgeschichte reist.
www.zinnechor.de
Der Spielmannszug Blau Weiss Osdorf entstand 1974 als musikalische Unterstützung des gleichnamigen Osdorfer Sportvereins, entwickelte aber alsbald ein Eigenleben und trat auch schon bei einer Fernsehserie oder der Internationalen Gartenschau auf. https://www.blau-weiss-osdorf.de/

Tickets unter:
https://www.tixforgigs.com/de-DE/Event/36260/wir-verschaffen-uns-gehor-in-concert-open-air-xxl-bert-kaempfert-platz-hamburg

19.30 – 20-15 Uhr: „SLOT 5“ music rocks Chor
– Das Projekt Music rocks! startete im Jahr 2015 als Chor mit 150 Stimmen. Dabei ist es nicht nur ein wahres Feuerwerk an Musik sondern auch beseelt an Gemeinschaft und Menschlichkeit. Immer wieder spielt das Ensemble zugunsten von Hilfsprojekten. Unter der Leitung von Doris Vetter werden Musical-Hits interpretiert aber auch mit Orchestern zusammen gespielt.

Tickets unter:
https://www.tixforgigs.com/de-DE/Event/36261/wir-verschaffen-uns-gehor-in-concert-open-air-xxl-bert-kaempfert-platz-hamburg

21.15 – 22.00 Uhr: „SLOT 6“ Workshop-Band des LandesJugendJazzOrchesters Hamburg
Ein kleiner Ableger des LandesJugendJazzOrchesters unter der Leitung von Lars Seniuk bestreitet den Schlussteil des Open-Air-Abends und ist nach einer längeren Arbeitsphase bestens eingespielt und hat auch neue Werke im Repertoire. Das LandesJugendJazzOrchester. Es ist das Spitzenensemble und Aushängeschild der Jazznachwuchsarbeit in Hamburg. Es vereint die talentiertesten und ambitioniertesten Jazznachwuchstalente der Hansestadt bis 25 Jahre.
Weitere Infos unter www.ljjo-hamburg.de

Tickets unter:
https://www.tixforgigs.com/de-DE/Event/36262/wir-verschaffen-uns-gehor-in-concert-open-air-xxl-bert-kaempfert-platz-hamburg

Änderungen vorbehalten!

SAVE-THE-DATE:
25. Okt. 2020, 13:00-16:00 Uhr
Landhaus Walter / downtown bluesclub, Otto-Wels-Straße 2, 22303 Hamburg (Stadtpark Hamburg)
Eintritt: 5,- €, Kaffee + Kuchen satt 10,- €

Weitere Ensembles/Orchester und Chöre von Mitgliedern des Landesmusikrates sind dabei.
Die Aktion wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

Weitere Informationen unter
www.lmr-hh.de
www.lmr-hh.de/aktuelles/#termine
www.facebook.com/LMRHAMBURG

Presse-Kontakt zum Landesmusikrat Hamburg:
Thomas Prisching, tel.: 040 – 645 20 69,
prisching@landesmusikrat-hamburg.de

Das beigefügte Bild- und grafische Material kann von Ihnen im Rahmen der Berichterstattung lizenzfrei verwendet werden. Vg. Link: https://www.dropbox.com/sh/xb1uax01n6z8bbb/AAA9Tf3MAisu32I7Pj_w_gKHa?dl=0

Hintergrundinformationen zum Landesmusikrat Hamburg:
Wie alle anderen Länder Deutschlands verfügt auch Hamburg über einen Landesmusikrat, der 1978 gegründet wurde. Als Dachverband vertritt er in erster Linie rund 90 musikbezogenen Verbände, Organisationen und Institutionen mit mehr als 2.000 Orchester/Ensembles/Bands und mehr als 1.000 Chöre aller Genres und Professionalisierungsgrade. Er übernimmt als Dachverband gesellschaftliche Mitverantwortung für das kulturelle Leben und setzt sich damit für den Erhalt und die Weiterent-wicklung der Musikkultur in all ihren Erscheinungsformen ein. Dabei fördert er das musikalische Erbe, das aktuelle Musikschaffen sowie den Dialog der Kulturen im Sinne der UNESCO Konvention Kulturelle Vielfalt.

Sein besonderes Augenmerk gilt u.a. der Förderung der Amateurmusik sowie des Nachwuchses. Gemeinhin wird Amateurmusik mit mehr als 200.000 Akteur*innen in Hamburg gerne belächelt, ist aber kein Ausdruck minderqualitativer Arbeit, sondern lediglich eine Abgrenzung zur sonst beruflich, professionell orientierten Musik. Beispielhaft stehen dafür das Landesjugendjazzorchester Hamburg, das Landesjugendorchester Hamburg, das Landesjugendauswahlorchester der Spielmannszüge sowie Chöre, Orchester und Ensembles unserer Mitglieder, die zu Recht als „Kinderstube der Stars von morgen“ bezeichnet werden können.

Chöre, Orchester, Ensembles, Bigbands oder Spielmannszüge jeder „couleur“ sorgen über die Musik für die kulturelle Förderung der Stadt Hamburg als Musikmetropole und generieren das fachkundige Publikum jeglicher Konzerte. Die prägende Kraft der Musik, die in ihrer Breiten- und Tiefenwirkung mit keiner der anderen Künste vergleichbar ist, berührt den Menschen in all seinen Sinnen und seinem Vermögen. Musik machen und Musik erleben sind zentraler Bestandteil einer ganzheitlichen Menschenbildung. Musikalische Praxis ist Teil unserer Verständigung über Kultur. Deshalb ist die Freiheit der Kunst und ihrer Lehre in Art. 5 GG geschützt. Auf dieser Grundlage wenden wir uns gegen den Missbrauch der Musik, der Rassismus und Gewaltverherrlichung zum Ziel hat.

Der Landesmusikrat ist bindendes Glied zwischen den Partikularinteressen und unterstützt ehrenamtliches Engagement. So hilft er bei den Ensembleleiter*innen, bei der Suche nach Proberäumen, bei (vereins-)rechtlichen Fragen oder in Sachen Fortbildung. Die Nachwuchsförderung wird explizit durch die Austragung von Wettbewerben wie „ Jugend jazzt“ sowie den daraus resultierenden Teilnahmen an den Landesauswahlensembles praktiziert.

Die Arbeit des Landesmusikrates ist also Breiten-, Struktur- wie Spitzenförderung zugleich.Leider verfügt der Landesmusikrat nicht über die erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen. „Aber es gibt einen Lichtstreif am Horizont“, so Matthias Rieger. „Die Politik hat in der Koalitionsvereinbarung erstmalig den Bereich Amateurmusik aufgegriffen und wird zusammen mit dem Landesmusikrat ein Konzept für die Amateurmusik in Hamburg erstellen. Unsere Hoffnung ist, dass damit auch endlich eine adäquate Unterstützung des LMR verbunden ist.

Die Corona-Pandemie stellt alle vor große Herausforderungen: Ensembles drohen auseinanderzufallen, da Orte ausreichender Größe für Proben fehlen, die unentgeltlich ehrenamtliche Organisation von Orten, Hygienekonzepten oder digitalen Ersatzformaten die Grenzen des leistbaren überschreiten.